19.04.2010 von Sepp Melkus
Ulli Melkus, die Rennsportikone der ehemaligen DDR, wäre heute 60 Jahre alt geworden. Ein tragischer Verkehrsunfall vor 20 Jahren nahm meinem Onkel damals viel zu früh das Leben. Für meine Familie und für viele seiner Freunde und Fans war es ein trauriger Schicksalsschlag. Ich möchte heute deshalb an sein Leben erinnern, dass neben seiner Familie auch immer dem Motorsport gewidmet war.
Ulli Melkus im Alter von neun Jahren mit seinem Vater Heinz beim planieren des Fahrschulgeländes auf der Leipziger Straße in Dresden.
Ulli Melkus half als Teenager seinem Vater bei den Renneinsätzen an der Rennstrecke bis…
er mit 18 Jahren selbst begann Rennen zu fahren und seinen legendären Vater schon bald übertrumpfen sollte. Hier ist sein jüngerer Bruder Peter als Rennmechaniker links im Bild zu sehen.
Ulli Melkus schiebt seinen Rennwagen mit Chefmechaniker Frank Nutschan an den Start.
Nach seinem abgeschlossenen Maschinenbau-Studium engagierte er sich im Betrieb seines Vaters als Technischer Leiter für die MELKUS RS1000 Produktion. In dieser Zeit begann er auch fortwährend eigene Rennwagen zu konstruieren. Der Prototyp PT73 war seine erste Eigenentwicklung auf Basis des MELKUS RS1000. Später folgten Monoposto Rennwagen der Modelle MT77, ML89 und MB90.
Bis zu seinem tragischen Verkehrsunfall im Jahr 1990 nahm an über 180 Rennen teil. Dabei wurde er 9-mal Vizemeister und 5-mal DDR-Meister. Er war 5-mal Sieger beim „Pokal für Frieden und Freundschaft“ und bekam 1984 die höchste sportliche Auszeichnung der DDR - Meister des Sports verliehen.
Eines der letzten Aufnahmen von Ulli Melkus zeigt ihn bei der Eröffnung des BMW Autohauses im Jahr 1990. Bei Testfahrten für BMW Motorsport in der DTM wollte er sein Können beweisen. Auf dem Weg zum Hockenheimring platze Ihm in einer Baustelle ein Reifen. Der nicht vorhandene Unterfahrschutz eines LKW´s kostete Ihm damals das Leben.
Er hinterließ seine Frau Maria und seine beiden Kinder Peggy und Ronny. In unseren Herzen wird er für immer weiterleben.